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Vandalismus - Gedenkstätte für zukünftige Opfer des Klimawandels zerstört (Hermann Josef Hack) 17.08.2015

Ausländerfeindliche Nazi-Vandalen zerstören die erste Gedenkstätte für zukünftige Opfer des Klimawandels in Siegburg
von Hermann Josef Hack, 10. August 2015

Auch das ist eine Fa­cet­te öf­fent­li­cher Mei­nung: Ges­tern wurde meine In­stal­la­ti­on "Sorry, 2050!", die erste Ge­denk­stät­te für zu­künf­ti­ge Kli­ma­op­fer, durch Van­da­len zer­stört. Nach­dem das Ord­nungs­amt be­nach­rich­tigt wurde, dass die Bei­trä­ge zahl­rei­cher Pas­san­ten her­ab­ge­ris­sen auf dem Boden lägen, er­hielt ich heute die Mit­tei­lung, mög­li­cher­wei­se habe ein Un­wet­ter die In­stal­la­ti­on be­schä­digt. Bei nä­he­rem Hin­se­hen muss­te ich je­doch fest­stel­len, dass die zahl­rei­chen Bei­trä­ge mit gro­ßer Ge­walt­an­stren­gung vom Bau­zaun­git­ter ab­ge­ris­sen bzw. ab­ge­schnit­ten wur­den. Das kann kein Un­wet­ter an­rich­ten. Hier han­del­te es sich um eine be­wuss­te Tat. Als ich dann im Kon­do­lenz­buch den Ein­trag fand "Nur ein toter Aus­län­der ist ein guter Aus­län­der. Sieg Heil", war klar, dass es sich nicht um einen dum­men Streich han­deln konn­te, son­dern eine vor­sätz­li­che Tat, die m.E. den Tat­be­stand der Volks­ver­het­zung er­füllt. In­so­fern habe ich die Po­li­zei in­for­miert, wel­che den Sach­ver­halt auf­ge­nom­men und die Staats­an­walt­schaft ein­ge­schal­tet hat.

In­so­fern be­stä­tigt sich die Be­deu­tung der Kunst­in­stal­la­ti­on, zeigt sie doch auf, wel­che ex­trem frem­den­feind­li­chen Men­schen sich unter uns be­we­gen. Wenn schon die In­stal­la­ti­on so­viel Ärger und Ag­gres­si­on er­zeugt, wie wird es erst sein, wenn durch den Kli­ma­wan­del immer mehr Men­schen hei­mat­los und zu Flücht­lin­gen wer­den?

http://www.schattenblick.de/info…/kunst/fakten/kfme0270.html








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