Susanne Lorenz | Dr. Stephan Pflugmacher – Schwimmring

Susanne Lorenz

Der Schwimmring ist eine Schwimmhilfe für Gewässer und eine fröhliche Rettungsinsel; zugleich ist er ein adaptives und präventives Statement, benutzbar bei jedem Wasserstand. Gegliedert ist der 35 Meter breite Schwimmring in einen äußeren Ring mit Stegflächen und bepflanzten Wasserbassins, die als Pflanzenkläranlage fungieren, sowie ein rundes Schwimmbecken.
Der Schwimmring wird mit dem Umgebungswasser gespeist (z. B. städt. Fluss, Lagune), welches zunächst in die Pflanzenbassins fließt und nach dortiger Reinigung als Schwimmbadwasser genutzt werden kann. Von Zeit zu Zeit wird gereinigtes Wasser in das Umgebungswasser entlassen.
Der Badebetrieb im Schwimmring wird einen stetigen Klärvorgang des ihn umgebenen Flusswassers bewirken. So ist ein Zukunftsszenario denkbar, bei dem das Wasser des Schwimmbeckens nicht mehr vom Außenwasser getrennt ist und direkt im Wasser des Flusses oder der Lagune gebadet werden könnte.
Susanne Lorenz kooperiert bei diesem Projekt mit dem auf Gewässerreinigung spezialisierten Biologen Dr. Stephan Pflugmacher: Verschmutztes Wasser fließt auf der einen Seite in die Anlage, verbleibt darin drei bis fünf Tage und tritt am anderen Ende wieder aus. Die aquatischen Pflanzen haben solange Zeit, die Schadstoffe aufzunehmen und aus dem Wasser zu entfernen. In der Pflanze werden diese Schadstoffe metabolisiert, d. h. chemisch umgesetzt, und anschließend eingelagert oder zum Wachstum verwendet.
Die Untergangsprognosen Venedigs und der Verschmutzungsgrad des Lagunenwassers liefern starke, stellvertretende Bilder für »nachhaltige Vernachlässigung« und die Praxis des Risikomanagements. Sie sind Anlass und Hintergrund für die Konzeption des Schwimmrings. Die Idee ist übertragbar auf andere städtische Gewässer mit schlechter bis sehr schlechter Wasserqualität, auch hier wird das Schwimmen eine sukzessive Säuberung des Wassers bewirken. Der Schwimmring ist somit nicht nur ortsspezifischer Kommentar sondern eine anwendbare, mobile Metapher.


ermöglicht durch die Autostadt Wolfsburg








Wir bedanken uns bei allen, die die 18. Ausstellungsstation in Erfurt ermöglicht und mitgeholfen haben.

18. ZNE! Station ERFURT


von 28.7.2019 bis 22.9.2019

Fotos der Ausstellungsstation in Erfurt hier!

_________Initiiert vom Beirat zur _____Nachhaltigen Entwicklung in ______Thüringen, unterstützt vom Thüringer Ministerium für Umwelt, ________Energie und Naturschutz
und der __Landeshauptstadt Erfurt

***

Wir trauern um unseren Freund und Stifter, den Künstler und Philosophen Prinz Rudolf zur Lippe, verstorben am 6. September 2019.
"Er brachte das Denken zum Tanzen" und die Menschen in Bewegung.
Während der Ausstellung in Erfurt, die in der Kirche des Augustinerklosters Arbeiten aus dem Zyklus "Von den Vögeln lernen" zeigt, wollte er mit uns darüber sprechen, und was sie mit Goethe und Alexander von Humboldt zu tun hat.
Wir werden ihn nicht nur dabei vermissen.

***

*****Join us on facebook******