Marlen Liebau | Marc Lingk – Sonnengesänge

Marlen Liebau
Marc Lingk

Acht Kugeln aus transparentem Material, Solarzellen, elektronische Klangeinheiten – mit Klängen von Marc Lingk. Die Installation erinnert an eine ins Heute transponierte Arbeit: an den Sonnengesang des Franz von Assisi, einem 1224 verfassten Poem, das er der Sonne widmete. Die achtmal wiederholten Hymnen an die Sonne stehen für das tiefgründige Naturverständnis dieses frühen Umweltpatrons. Im Mittelpunkt seines Denkens stand die Achtung vor der Schöpfung.
Eine Arbeit zur Sonne. Phänomen Licht wird Kraft, ist Klang und Energie sowieso. Ein Spiel mit Kugeln und Licht. Ein alter Mystiker trifft eine neue Physik. Vernetzte Gedanken hängen im Raum. Installation mit Klang, solarbetrieben. Spiel um die Sonne. Eine alte Kunst findet eine neue Form, thematisiert eine zukünftige Technologie, erinnert an einen alten Heiligen und ist schon fast wie eine Erfüllung des Wortes …
Kunst in Verbindung mit einer innovativen Technik in ein futuristisches Objekt gefasst, in der Form einer überlieferten Darstellung des Franz von Assisi entsprechend, der auf einer Kugel stehend abgebildet wurde.
Über das Bild der Kugel, die die Energie einfängt, die uns alle speist, sie in eine spielerisch ästhetische Note umwandelt, einen Klang, ist ein Synonym für die das Leben erhaltenden Energieumwandlungen geformt. Sonnengesänge – ein Inhalt wird Form, selbst vom Wortspiel her. Über im Innern angebrachte Solarzellen werden elektronische Klangeinheiten erzeugt. Eine von Marc Lingk für das Projekt entwickelte Komposition zum Sonnengesang des Franz von Assisi erklingt in mehrfach modulierten Variationen.
Jede Kugel hat ihren eigenen Klang. Die Lautstärke verändert sich entsprechend dem Lichteinfall. Die technische Einheit im Innern der durchsichtigen Kugel ist durch eine sich in Spektralfarben auflösende Verhüllung erahnbar (bestehend aus einem Einwegprodukt, ein Wegwerfmaterial – auch hier versteckt sich ein Hinweis auf Franz von Assisi, der achtlos Weggeworfenes aufhob …).

ermöglicht durch die Autostadt Wolfsburg








Wir bedanken uns bei allen, die die 18. Ausstellungsstation in Erfurt ermöglicht und mitgeholfen haben.

18. ZNE! Station ERFURT


von 28.7.2019 bis 22.9.2019

Fotos der Ausstellungsstation in Erfurt hier!

_________Initiiert vom Beirat zur _____Nachhaltigen Entwicklung in ______Thüringen, unterstützt vom Thüringer Ministerium für Umwelt, ________Energie und Naturschutz
und der __Landeshauptstadt Erfurt

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Wir trauern um unseren Freund und Stifter, den Künstler und Philosophen Prinz Rudolf zur Lippe, verstorben am 6. September 2019.
"Er brachte das Denken zum Tanzen" und die Menschen in Bewegung.
Während der Ausstellung in Erfurt, die in der Kirche des Augustinerklosters Arbeiten aus dem Zyklus "Von den Vögeln lernen" zeigt, wollte er mit uns darüber sprechen, und was sie mit Goethe und Alexander von Humboldt zu tun hat.
Wir werden ihn nicht nur dabei vermissen.

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