Sigalit Landau – Hopes


Ein gewebtes Seil verbindet eine Gruppe von Aufhängeschlaufen. Eine Gruppe/Gesellschaft/Menge bereitet sich auf einen Akt der Auslöschung, Stillegung, Blindheit vor. Wenn unser Sichtfeld am Ende versperrt ist, ist es unmöglich, an eine Zukunft zu denken. Unsere Erfahrung im Toten Meer hat bewiesen, wie sehr sich Seile und Salze mögen. Die Kristalle, die sich um „Pinning Hopes“ bilden, stabilisieren und umarmen den kollektiven Haufen von Schlaufen. Sie sind gesättigt vom bitteren Wasser und den Tränen des Tiefpunktes der Erde; die Umgebung verdunstet vor unseren Augen, während wir nach Erinnerungen suchen. Gegenüber Masada: Große Hoffnungen sind nirgendwo zu finden. Aber es gibt Aktion. Es gibt den Akt der Kunst. Die Kunst des Recyclings von Bedeutung und Erdkunst, die entlang der Nordküste des Meeres ihre weite Mündung öffnet. Eine chronische, von Menschenhand geschaffene Tragödie um einen sterbenden See.

Sigalit Landau (1969 Jerusalem) lebt und arbeitet in Tel Aviv.



+++ ANKÜNDIGUNG: FINALE | 2023 | BERLIN, UFERHALLEN +++

ZNE! kehrt zurück an den Ort des Beginns der Wanderausstellung - für die 20. Station vom 11. Mai - 17. Juli 2023 in den Uferhallen in Berlin, für letzte analoge Erkundungen in Ästhetik und Nachhaltigkeit mit großem Dialogprogramm und Workshops zu Naturbaustoffen, für die Etablierung eines FÄN und für einen Blick auf die gesamte Reise- und Erfahrungsroute von ZNE!
>Hier< findet ihr das Konzept.