Gerd Niemöller – Swiss Cell Wabe


Gerd Niemöller hat einen revolutionären Werkstoff erfunden, der ressourcenschonend und zugleich vielseitig einsetzbar ist: Aus dünner Zellulose, die in Harz getränkt wird, stellt er Wabenpaneele her, aus denen sich u. a. ganze Häuser samt Einrichtung bauen lassen.
Das in Harz getränkte Papier wird unter hohem Druck und einer Temperatur von ca. 200 °C in die charakteristische Wabenform gepresst. Kombiniert mit speziell entwickelten Deckschichten lassen sich beispielsweise Wände, Dächer, Schiffe, Container und Möbel herstellen, in nahezu jeder Form.
Diese Wabenpaneele sind leicht und gleichzeitig extrem stabil, sie halten ein Gewicht von gut 200 Tonnen pro Quadratmeter aus und können mit speziellem unbrennbarem Dämmstoff Isolationswerte eines Passivhauses erreichen. Im Flugzeugbau ist die bei den Bienen abgeschaute Struktur bereits in Form von Hightech-Waben aus Aluminium erfolgreich im Einsatz. Aber Niemöllers Erfindung ist erheblich kostengünstiger: Ein Quadratmeter kostet nur ein Bruchteil des Preises von Aluminium- Waben. Niemöllers Wände haben die gleiche Stabilität wie Hochleistungsbaustoffe, sind absolut witterungs- und temperaturbeständig, mit entsprechender Deckschicht nicht brennbar, erdbebensicher, mit simpelsten technischen Hilfsmitteln herzustellen und zu verarbeiten und bis zu 100 Prozent recyclebar.
Besonders geeignet ist dieses Material für den Hausbau in armen Ländern und Katastrophengebiete. Innerhalb weniger Tage lässt sich ohne aufwändige technische Hilfsmittel ein mehrgeschossiges Haus aufbauen, das über mehrere Generationen genutzt werden kann. Und: Durch die Produktion der Paneele vor Ort entstehen neue Arbeitsplätze.
Aber nicht nur Wohnhäuser lassen sich mit den Wabenpaneelen herstellen. Mit einer durchsichtigen Außenhaut beschichtet kann man die Wabenpaneele zum Bau von Gewächshäusern nutzen. Mit einer Glasfaserdeckschicht können sie zu Propellerblättern von Windanlagen verarbeitet werden und sparen im Vergleich zu herkömmlichen Propellern 80 Prozent an Gewicht ein.
Das Prinzip der Wabe ist simpel, naheliegend und von der Natur abgeschaut. Trotz dieser Einfachheit sind die Einsatzmöglichkeiten für Niemöllers Erfindung vielseitig wie kaum ein anderer Werkstoff.
Text: Nora Kronemeyer

SWISSCELL AG

Nicht mehr in der Ausstellung vertreten.








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ZNE! in Chile

Am 9. Juni 2017 eröffnete Kuratorin Adrienne Goehler zum 16. Mal "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit", diesmal im Parque Cultural de Valparaíso, Chile. Diese Ausstellungsstation wird ermöglicht durch die Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, dem Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam und dem Goethe-Institute Chile.

Ko-kuratiert von Rodolfo Andaur kommen den 62 internationalen Künstler*innen die chilenischen Künstlerinnen Aninat-Swinburn, Natascha de Cortillas, Vania Caro Melo, Claudia Müller, Guisela Munita, und Alejandra Prieto hinzu.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung, die vom 10.6. - 12.8.2017 geht.

Das IASS und das Regionalbüro Cono Sur der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) starten die innovative Veranstaltungsreihe "mundos sostenibles" in Chile, um den Dialog an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Nachhaltigkeit voranzubringen. Das Programm umfasst Podiumsdiskussionen, Workshops, Führungen, Darbietungen und Videovorführungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Veranstaltungen werden vom 9. Juni bis zum 13. August 2017 im Parque Cultural Valparaiso und anderen Orten in der Stadt stattfinden.

Das Dialogprogramm in Valparaíso gruppiert sich um vier thematische Achsen:

1) „Territorien und Ressourcen: umstrittene Entwicklungsmodelle“ (8. – 11. Juni)

2) „Nahrungsmittelsouveränität und die Herausforderungen des Klimawandels“ (29. Juni – 2. Juli)

3) „Wasser: Privateigentum oder Gemeingut?” (3. – 5. August)

4) „Städte und Bürger der Zukunft“ (10. – 12. August)


Weitere Informationen


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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