Ma Yongfeng – Bernard Controls Project, 2012

Traditionell wurden in Chinas Industrie Zitate, häufig aus Gedichten Mao Tse-tungs, Reden oder Texte in großen Lettern an die Wände der Fabriken gemalt, wo Millionen von Arbeitern sie jeden Tag sehen mussten.
Ma Yongfeng reinterpretiert diese Seite der chinesischen Propaganda in seiner Arbeit Bernard Controls Beijing in Form von großen Graffitis.
Seine Sätze wählt er aus Gesprächen mit Arbeitern oder Managern, pickt sie heraus aus Schildern mit Arbeits- und Sicherheitsanweisungen.
Jeder Satz spiegelt einen Aspekt des Arbeitslebens wider: die Neigung zur Anpassung an strikte Kontrollsysteme, das menschliche Bedürfnis auszubrechen und zu träumen, den Druck der Effizienz und den Humor, der es einem ermöglicht all dies zu ertragen.
Die Wände der Arbeit nehmen einen neuen subtilen Aspekt von Propaganda auf, die künstlerische Propaganda für unabhängiges und kreatives Denken.

Ma Yongfeng, geboren 1971 in Shanxi, lebt und arbeitet in Peking.








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Die 16. Ausstellungsstation von ZNE! in Valparaíso ist vom chilenischen Kreis der Kunstkritiker*innen zur besten Internationalen Ausstellung des Jahres 2017 in Chile gekürt worden.

Diese Station wurde vom 10.6.17 – 12.8.17 im Parque Cultural de Valparaíso gezeigt und ermöglicht von Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, Institute for Advanced Sustainability Studies IASS, Potsdam und Goethe-Institute Chile.

ZNE! dankt allen Künstler*innen, Partner*innen, Techniker*innen und Helfer*innen, die das hier möglich gemacht haben.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung.


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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