Gao Shiqiang – Faint with oxygen, 2009

Gao Shiqiang wählte für seine Videoarbeit drei Drehorte aus die sich auf unterschiedlichen Höhenlagen befinden. Interessant ist, dass die verschiedenen Bilder, die von diesen drei Orten im Film zu sehen sind, genauso zufällig wie exakt drei unterschiedliche Arten und Wahrnehmungen von Wohnorten und Leben offerieren:
auf einem Plateau, 5.000 Meter über dem Meeresspiegel, erlebt ein junger Mann den Einfluss der 'modernen Zivilisation' durch enthusiastische tibetanische religiöse Imagination. Er absolvierte ebenfalls eine solche Prozedur – die Aufnahme einer anderen Zivilisation in sich selbst durch seine eigene Imagination.
Am zweiten Drehort, einer 3.600 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Stadt, wo zwei Zivilisationen und zwei Welten koexistieren, stößt der Betrachter allerorts auf Spuren von Konflikten.
Der dritte Drehort ist eine typische moderne Stadt im Osten Chinas, sie liegt 20-60 Meter über dem Meeresspiegel. Hier wird das Land 5.000 Meter über dem Meeresspiegel idealisiert, die tibetanische Zivilisation wurde kommerzialisiert. Diese Vorstellung einer anderen Zivilisation wurde auf den Warentisch geworfen und von der neuen Zivilisation in die eigene kulturelle Welt aufgenommen, mit der Absicht das Vergangene, zum Eigenen zu machen.
Es stellt sich die Frage: Wie kann Vorstellung ihr eigenes Gefängnis durchbrechen? Ist das beim Verstehen-wollen anderer Kulturen wirklich möglich? Hat die "verschwundene Seite" im Vorfeld wirklich existiert?

Gao Shiqiang, geboren 1971 in Shandong, China, lebt und arbeitet in Hangzhou, China.








Wir bedanken uns bei allen, die die 18. Ausstellungsstation in Erfurt ermöglicht und mitgeholfen haben.

18. ZNE! Station ERFURT


von 28.7.2019 bis 22.9.2019

Fotos der Ausstellungsstation in Erfurt hier!

_________Initiiert vom Beirat zur _____Nachhaltigen Entwicklung in ______Thüringen, unterstützt vom Thüringer Ministerium für Umwelt, ________Energie und Naturschutz
und der __Landeshauptstadt Erfurt

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Wir trauern um unseren Freund und Stifter, den Künstler und Philosophen Prinz Rudolf zur Lippe, verstorben am 6. September 2019.
"Er brachte das Denken zum Tanzen" und die Menschen in Bewegung.
Während der Ausstellung in Erfurt, die in der Kirche des Augustinerklosters Arbeiten aus dem Zyklus "Von den Vögeln lernen" zeigt, wollte er mit uns darüber sprechen, und was sie mit Goethe und Alexander von Humboldt zu tun hat.
Wir werden ihn nicht nur dabei vermissen.

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