Richard Box

Richard Box

Field
2004, 1.301 fluoreszierende
Lampen

Field ist inspiriert von Kindheitserzählungen eines Freundes, der immer unter Hochspannungsleitungen in seinem Garten spielte. Diese Geschichten kamen mir in den Sinn, als ich mich am Physikinstitut der Bristol University, wo ich 2003 vom Leverhulme Trust gesponsorter Artist-in-Residence war, mit Forschungen über Konsequenzen von Strahlungen auf den Menschen beschäftigte. Für die Installation Field wurden 1 301 gebrauchte 58-Watt-Leuchtröhren in gleichmäßigen Abständen 100 Millimeter tief in die Erde gesteckt. Sie bedeckten ein Gebiet von 3 600 Quadratmetern unter einer 440-Kilovolt-Hochspannungsleitung in Tormarton, Gloucestershire, in Großbritannien. In der Abenddämmerung wurden sie sichtbar, weil das elektromagnetische Feld aus den darüberliegenden Stromleitungen die Röhren zum Leuchten brachte. Field verwendete einen Alltagsgegenstand aus Glas, um ein höchst interaktives Kunstwerk zu schaffen, das auf vielen verschiedenen Ebenen funktionierte. Die Arbeit machte ziemlich dramatisch auf die Anwesenheit elektromagnetischer Felder aufmerksam, indem sie das Unsichtbare sichtbar machte. Die Rasteranordnung der Leuchten kartierte die von den Hochspannungsleitungen ausgehende elektromagnetische Umweltverschmutzung. Dass sie alle auf selber Höhe und mit gleichem Abstand voneinander platziert waren, bedeutet, dass sie alle die gleiche Möglichkeit zu Leuchten hatten. Wenn Menschen in der Nähe waren, so beeinflussten diese das Leuchten. Wenn man über einer gepflanzten Leuchtröhre stand, entzog der eigene Kopf der Leuchte elektromagnetische Energie. Die unterschiedlichen Experimente, die sich Besucher*innen der Installation ausdachten und mir dann berichteten, sind zu zahlreich, um sie hier aufzulisten; in jedem Fall haben die 4000 Besucher*innen der Installation eine hohe Sensibilität für in unserer Umwelt vorhandenen elektromagnetischen Felder mitgenommen.








Erlebte Nachhaltigkeit: Zur Nachahmung empfohlen Welche Impulse können Kunst und Kultur auf unserem Weg in eine nachhaltige Zukunft setzen?

Podiumsdiskussion in der Ehemaligen VHS am Montag, 28.05.2018
18 - 19 Uhr mit anschließender Führung durch die Kuratorin und Empfang

Es diskutieren Adrienne Goehler, Dr. Lutz Möller, Michael Stockhausen und Matthias Wanner,

Moderation: Björn Müller-Bohlen

Mehr Info hier.


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Die 17. Station von ZNE! wurde am Mittwoch den 18. April in Bonn eröffnet.

Ausstellungsort:
Ehemalige Volkshochschule
Kasernenstraße 50
53111 Bonn

Laufzeit: 19.4.-10.6.2018

Öffnungszeiten:
Mi-Fr: 16:00 - 20:00
Sa-So: 11:00 - 17:00
(gilt auch für Feiertage)

Freier Eintritt

Ein Beitrag zu den Deutschen Aktionstagen für Nachhaltigkeit 2018 und die Europäische Nachhaltigkeitswoche 2018.

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Die Ausstellungsstation in Valparaiso wurde vom Kreis chilenischer Kunstkritiker*innen zur "Besten Internationalen Ausstellung 2017 in Chile" gewählt.

Bilder von ZNE! 2017 im Parque Cultural de Valparaiso, Chile hier .

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17. Ausstellungsstation Bonn 2018

Mit herzlichen Dank auch an die Deutsche Telekom AG, Beethovenstiftung Bonn, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn und Kunstmuseum Bonn.