Pressestimmen Berlin 10.10.2010

ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! EXPEDITIONEN IN ÄSTHETIK UND NACHHALTIGKEIT

Alles, was der Besucher aus Massenmedien, Büchern und Vorträgen über die Verwicklungen von Klima, Natur, Wirtschaft und Politik erfahren, jedoch vergessen oder verdrängt hat, schiebt sich in der Ausstellung »Zur Nachahmung empfohlen!« wieder in die Erinnerung und zu einem sinnfälligen Bild zusammen. Über 40 Künstler nehmen an der Wanderschau über »Ästhetik und Nachhaltigkeit« teil.[...] Zudem haben Prüss und Goehler die Arbeiten in der Industriehalle so vernünftig wie luftig platziert. So können Besucher vergleichen und haben doch Freiraum, das Gesehene mit Gedanken etwa zum NGO-Boom oder dem Stromverbrauch beim Googlen zu verknüpfen.
Zitty, Claudia Wahjudi, 09.09.201

Ein Grund auch für das Gelingen ihrer Schau ist, dass sie sich tunlichst vom ängstlichen Name-Dropping des Kunstbetriebs fernhält, dass sie durchaus etwas riskiert und Künstler nur zeigt, wenn ihre Arbeiten zum Thema passen.
Berliner Zeitung, Sebastian Preuss, 2.9.2010

Überdenken, weiterentwickeln, korrigieren, das ist in dem System nicht drin. Der Ausstellungsbetrieb giert nach Neuigkeit. Und vergisst zu gern, was alles schon war. So ist die Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen. Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit“ in den Weddinger Uferhallen ganz nebenbei eine bedenkenswerte Kritik an unserem schnell drehenden Ausstellungszirkus geworden – und eine Art Gegenentwurf zur Architektur-Biennale. Adrienne Goehler plädiert dafür, die Künstler endlich ernst zu nehmen. Weil sie sich oft hartnäckiger mit Problemen der Gegenwart beschäftigen, als Politik und Medien es sich erlauben. Der Künstler als Dokumentarist der Gegenwart steht im Mittelpunkt: politisch engagiert, wissenschaftlich versiert, und beileibe kein Spinner. Künstler retten die Welt? Vielleicht nicht ganz, aber die anderen retten sie ja auch gerade nicht.
Der Tagesspiegel, Christina Tilmann, 3.9.2010
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Können Künstler die Welt retten? Miniatur-Flüchtlingslager und Adoption von Großstädtern: die Berliner Ausstellung "Zur Nachahmung empfohlen" feiert die politischen Künstler mit Witz, Wut und Fantasie.
Zeit Online, Christina Tilmann, 4.9.2010 mehr lesen

„Wir brauchen nicht Moral und Verzicht, sondern Lust und Leidenschaft“, sagte Kuratorin Adrienne Goehler anlässlich der Ausstellungseröffnung. Gefördert wird das Projekt von der Kulturstiftung des Bundes. Zu der Ausstellung gibt es ein breites Rahmenprogramm mit Künstlergesprächen, Diskussionen und einer Filmreihe.
Focus-Online, dpa-Meldung, Nada Weigelt, 2.9.2010

So verschwimmen die Grenzen zwischen Wissenschaft und Wissenschaft beklemmend schön. (...) Die Kunst, die Goehler nun in Berlin präsentiert, setzt entsprechende Ausrufezeichen, und sie sät in ihrer Anschaulichkeit und in ihrem Ideenreichtum ein produktives Mißtrauen getreu ihrem Titel „zur Nachahmung empfohlen!“.
Deutsche-Welle, Radio, Silke Bartlick, 1.9.2010 (Whd. 2. und 3.9.2010)

Der warme Atem vom grünen Gras: “Wenn sich etwas ändern soll, müssen neue Sichtweisen bis in die Kapillare der Gesellschaft eindringen. Und so selbstbewusst wie jedes Ringen um Zukunft daherkommen muss, um überhaupt eine Chance zu haben, heißt es: „Die Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit zeigen künstlerische Praktiken, die zur Erhaltung des Planeten beitragen und Einfluss auf bewusstes Konsumverhalten nehmen wollen.“
neues deutschland, Anita Wünschmann, 04.10.2010,
http://www.neues-deutschland.de/artikel/181003.der-warme-atem-von-gruenem-gras.html

Oliver Koletzki, DJ und Produzent: 
"Es ist sehr abwechslungsreich. Also besser als eine Ausstellung, wo man nur Bilder sieht. Es gibt viele Rauminstallationen, man kann herumgehen, man kann direkt in die Kunst `reingehen, was ich sehr mag. Und das Thema Nachhaltigkeit kann man hier und da auch schon wiederfinden. Es geht viel um Energie, um Geschichte. Kunst wo man was entdecken kann, das ist ja auch immer `ne tolle Sache."
Stilbruch, Das Kulturmagazin, Kulturtipps von Oliver Koletzki und Fran, rbb TV, 2.9.2010, Autor: Micha Bärsch

Von Weizen und Wanzen, der Freitag, Ulrike Mattern, 10.09.2010 lesen ...

Flusslauf unter gläsernem Gewölbe, taz, Katrin-Bettina Müller, 14.09.2010 lesen ...

27 Kubikmeter Kohle für ein Video, Kulturplatform, Oliver Heiwagen, 12.09.2010 lesen...

Flusslauf unter gläsernem Gewölbe, taz, Katrin-Bettina Müller, 14.09.2010
www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2010%2F09%2F14%2Fa0067&cHash=a43f9279ad

Von Weizen und Wanzen, der Freitag, Ulrike Mattern, 10.09.2010 http://www.freitag.de/kultur/1036-von-weizen-und-wanzen

Wenn die Erde unbewohnbar wie der Mond wird, Peter Nowak
http://peter-nowak-journalist.de/tag/klimakapseln/


nachdenken & nachmachen – Hermann Josef Hack, Style Mag.net, Lisa Höger, 21.09.2010
http://www.stylemag-online.net/2010/09/21/nachdenken-nachmachen-–-

Uferhallen | Zur Nachahmung empfohlen!, Style Mag.net, Stefanie Beckmann, 10.09.2010
http://www.stylemag-online.net/2010/09/10/uferhallen-zur-nachahmung-enpfohlen/

der freitag, interview mit mike bonanno, Klaus Raab, 26.09.2010
http://www.freitag.de/alltag/1038-es-ist-harte-arbeit

kunstbulletin 10/2010 - kunstzeitschrift
vis-a-vis, illustrierte








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ZNE! in Chile

Am 9. Juni 2017 eröffnete Kuratorin Adrienne Goehler zum 16. Mal "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit", diesmal im Parque Cultural de Valparaíso, Chile. Diese Ausstellungsstation wird ermöglicht durch die Heinrich Böll Stiftung Cono Sur, dem Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam und dem Goethe-Institute Chile.

Ko-kuratiert von Rodolfo Andaur kommen den 62 internationalen Künstler*innen die chilenischen Künstlerinnen Aninat-Swinburn, Natascha de Cortillas, Vania Caro Melo, Claudia Müller, Guisela Munita, und Alejandra Prieto hinzu.

Hier geht es zu den Fotos der Ausstellung, die vom 10.6. - 12.8.2017 geht.

Das IASS und das Regionalbüro Cono Sur der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) starten die innovative Veranstaltungsreihe "mundos sostenibles" in Chile, um den Dialog an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Nachhaltigkeit voranzubringen. Das Programm umfasst Podiumsdiskussionen, Workshops, Führungen, Darbietungen und Videovorführungen rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Veranstaltungen werden vom 9. Juni bis zum 13. August 2017 im Parque Cultural Valparaiso und anderen Orten in der Stadt stattfinden.

Das Dialogprogramm in Valparaíso gruppiert sich um vier thematische Achsen:

1) „Territorien und Ressourcen: umstrittene Entwicklungsmodelle“ (8. – 11. Juni)

2) „Nahrungsmittelsouveränität und die Herausforderungen des Klimawandels“ (29. Juni – 2. Juli)

3) „Wasser: Privateigentum oder Gemeingut?” (3. – 5. August)

4) „Städte und Bürger der Zukunft“ (10. – 12. August)


Weitere Informationen


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Stimmen für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit als Forderung an Bundesregierung und Bundestag u.a. von Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Patrizia Nanz, Olafur Eliasson, Dr. Wilhelm Krull, Dr. Michael Otto und Amelie Deuflhard.


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